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In Lemgo hat mich aber sofort die Atmosphäre fasziniert. Das war
irgendwie
dichter als im Fussballstadion. Ausserdem wirkte das Spiel live auf
einmal
viel schneller als im Fernseher...
Ich war im ersten Lemgo-Jahr allerdings nur 4 oder 5 mal dabei. Ab dem
nächsten
Jahr wurde ich dann zum Dauergucker.
Seit dem hat der TBV Lemgo eine tolle Entwicklung mitgemacht. Besonders
gefallen
hat mir dabei, dass der Verein nicht wie andere versuchte, mit einem
Schlag
berühmt zu werden, sondern einen langsamen Aufbau unternahm. Zu Anfang
war Lemgo
eine Mittelfeldmannschaft. Und steigerte sich dann Jahr für Jahr, bis
man
sich in der Spitzengruppe festsetzte.
Laszlo Marosi: mein absoluter Lieblingsspieler. Ein unheimlicher fairer Spieler, und ein Handballvirtuose. Er hat es nie mit Kraft versucht, er war einfach schnell, gewandt.
Volker Zerbe: Er schafft es auf jeden Fall in die Top 2... Ich glaube, er war immer trotz
vieler Erfolge einer der unterschätztesten deutschen Spieler. In der Abwehr Weltklasse, im Angriff
für viele wahrscheinlich irritierend: die meisten Spieler mit 2,11m Körpergrösse sind Shooter - d.h.
Leute, die häufig draufballern. Zerbe hingegen war immer Mitspieler und glänzte mit tollen Anspielen
z.B. an den Kreis. Dafür machte er dann auch "nur" seine (durchschnittlich) 3,8 Tore pro Spiel...
Für mich war er damit allerdings auch ein guter Angriffsspieler.
Ausserdem ist beeindruckend, dass er 20 Jahre lang beim gleichen Verein gespielt hat und mit ihm
gewachsen ist. Zerbe wurde Top-Spieler, der TBV ein Top-Verein.
Ein sehr schönes Interview mit ihm ist auf der TBV-Seite zu finden.
Die Handball-Partie, die mir am meisten Spass machte, gleichzeitig aber auch die grössten Emotionen weckte, war erstaunlicherweise das Zerbe-Abschiedsspiel. Arne Eppers
Lutz Grosser
Jens Lause
Frank Ziegler
Jörg Krewinkel
Achim Schürmann
Alexander Koke
Fynn Holpert
Blacky Schwarzer
Ulf Ganschow
Eddy Franke
Staffan Olsson: Hoffe,ich habe den überhaupt richtig geschrieben. Den habe ich mal eingemogelt, der hat nie bei Lemgo gespielt. Er war trotzdem einer meiner Lieblingsspieler. Ein grosser Kämpfer und Stratege im Rückraum, außerdem hatte er lange Haare.
gegen Essen: Sensationell lag Lemgo 9 Tore zur Pause vorne. Am Ende
wurde es noch
eng (nur noch 2 Tore), aber der Sieg wurde eingefahren. Es müsste das
25:23 in
der Spielzeit 93/94 gewesen sein. Oder 21:19 1 Jahr vorher? Auf jeden
Fall
war Scholle Fraatz auf der Verliererseite dabei.
gegen Nettelstedt im Meisterjahr: zu Hause zur Pause 11:19. Mein Vater ist dann auch nach Hause gegangen. Und hat was verpasst. Lemgo gewann noch mit 36:30.
in Essen: die erste Meisterschaft
gegen Bad Schwartau: 5 hinten zur Pause
Marosi: bei einem Gegenstoss auf der rechten Seite am Arm festgehalten,
drehte er sich um die eigene Achse
und verwandelte mit einen Rückhandwurf aus mindestens 10 Metern...
Ein anderes Mal flog er (geschubst) gerade über die linke Torauslinie,
warf aber noch ... und traf.