15.4.:
Irgendwo in Afrika schneidern sich Flüchtlinge in spe Wal-Kostüme in der Hoffnung, dass wir sie dann retten.
Ich finde es schön, dass Deutsche ihre Humanistische Ader genau dann entdecken, wenn es um Wale geht. Wobei humanistisch vielleicht nicht ganz passt. Und zoozentristisch auch nicht, denn Wölfe beispielsweise sind ja bäh und müssen sofort getötet werden…
30.4.:
Tja, der Wal. Ich finde es noch immer schlimm.
Wobei: Der Hype ist nicht schlimm. Den hatten wir schon mit Krokodilen und Welsen in Badeseen. Wir lieben das.
Was aber bedenklich ist:
Es gibt Experten. Die Experten sagen: „lasst ihn in Ruhe!“ Ein Haufen Laien mit viel Enthusiasmus: „Nee, da muss man was machen.“
Und dann lassen wir sie machen. Obwohl da einiges dafür spricht, dass es sich einfach um Tierquälerei handelt. Teilweise gut gemeint (bei einigen Akteuren bin ich mir noch nicht mal da sicher), aber trotzdem wäre eine Untersuchung auf Tierqualerei angebracht.
Dazu mit Plänen wie bei Paw Patrol: wir sind die guten, die Politiker sind alle doof, alles geht gut aus. Einfacher Plot – reicht doch…
Natürlich nur mit Hilfe von 2 Geldgebern.
Eigentlich zeigt sich: wir brauchen nur Leute mit (zu) viel Geld, die sich dann über die politische Entscheidung hinwegsetzen bzw. die Politik dazu bringen, ihre Entscheidung entgegen Expertenmeinungen zurückzuziehen.
Das ist äußerst bedenklich.
Und dann Minister Backhaus: „ich werde den Wal begleiten!“
Das ist populistischer Bullshit. Dass jemand mitgeschickt wird, der sich mit dem Thema auskennt, um aufzupassen, dass der Wal nicht gequält wird: gute Idee.
Jemand mit der fachlichen Kenntnis von „das Ding lebt im Wasser“ mitzuschicken ergibt da überhaupt keinen Sinn.
Mal abgesehen davon hat er dafür wohl eine Konferenz geschwänzt, bei der er einiges dafür hätte tun können, mehrere Wale zu raten. Nur keine Individuen, die sich einiger Berühmtheit erfreuen. Kommt halt nicht so gut in der Presse.