{"id":193,"date":"2007-12-26T21:00:24","date_gmt":"2007-12-26T21:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.palandun.de\/?p=193"},"modified":"2020-02-26T21:39:44","modified_gmt":"2020-02-26T21:39:44","slug":"das-weihnachtsstueck-fragment-von-carsten-thurau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/2007\/12\/26\/das-weihnachtsstueck-fragment-von-carsten-thurau\/","title":{"rendered":"Das Weihnachtsst\u00fcck (Fragment von Carsten Thurau )"},"content":{"rendered":"\n<p>\nIm Jahr 2007 spielt die stark christlich orientierte Spielschar \n\u201ePalmwedel\u201c die Weihnachtsgeschichte. Sie benutzen daf\u00fcr die Version \neines unbekannten Autors f\u00fcr 2 Herren und 1 Dame. Dummerweise sind sie \nallerdings alle m\u00e4nnlich. Wir blenden uns in die Diskussion ein.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: \u201eDu spielst jetzt die Frau\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: \u201eWarum?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: \u201eWeil das hier steht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: \u201eIch will aber einen Mann spielen. M\u00e4nner in Frauensachen sind doof.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: \u201eEin m\u00e4nnlicher Maria?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: \u201eDer heilige Geist ist zu mir gekommen und wir haben Karten gespielt und Bier gesoffen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Na gut. Aber ich will auch den Hirten spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>geht sich eine Per\u00fccke holen<\/p>\n\n\n\n<p>Das Licht geht aus.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Nanu? Haben wir den Strom nicht bezahlt?<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH:\n Nee, das ist das vorweihnachtliche \u201eWir machen f\u00fcr 5 Minuten das Licht \naus, um die Erde zu retten.\u201c Haben irgendwelche beknackten Leute 2007 \nerfunden, um ein Zeichen zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Habe ich gar nicht gemerkt.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Hat ja auch keiner mitgemacht. Zu Anfang hat man das schon gemerkt. Die ganze Autounf\u00e4lle&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Wieso Autounf\u00e4lle?<br>CHRISTOPH: Na ja, ist schon fatal, wenn im Winter zur Tagesschau-Zeit pl\u00f6tzlich alle Autos ohne Licht fahren.<br>BERTRAM kommt wieder<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Aber das Ganze zeigt, warum Jesus nicht die Welt retten konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Wieso?<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Der konnte den Strom nicht ausmachen, um die Welt zu retten, der hatte gar keinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Licht geht wieder an.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Genug Zeichen gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Immerhin keine Armen unschuldigen Robbenkinder hier auf der B\u00fchne.<\/p>\n\n\n\n<p>Albert geht aus dem Bild und beginnt.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Stimmen aus dem Off sind doch doof.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Was?<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH:\n Und das ist auch kein gutes Deutsch. Es begab sich&#8230; das sagt doch \nkeiner mehr. Und ein Gebot kennen die Zuschauer doch auch nur von ebay.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Wie w\u00fcrdest Du es denn machen?<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Maria komm mal.<br>BERTRAM-Maria kommt wieder CHRISTOPH harkt Maria ein.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Boah, so ne Scheisse, nur wegen dem bl\u00f6den Augustus.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Voll asozial der Typ.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Volksz\u00e4hlungen geh\u00f6ren eh vors Verfassungsgericht.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Und dann nach Nazareth. Voll uncool.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Das geht so nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM+CHRISTOPH: Wieso?<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: So redet man doch nicht im alten Israel. Ausserdem wollt ihr nach Betlehem.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Wenn ich jetzt mit jiddisch anfange versteht es aber auch keiner. Na gut, dann halt anders:<\/p>\n\n\n\n<p>Ave Maria, I just kissed a girl called Maria<\/p>\n\n\n\n<p>und suddenly, suddenly we go to Betlehem<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Das hast Du auch von Liberg geklaut.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Darf ich mal?<br>Melodie Starlight Express<\/p>\n\n\n\n<p>Betlehem, Betlehem<\/p>\n\n\n\n<p>wir gehen jetzt dort hin<\/p>\n\n\n\n<p>Betlehem, Betlehem<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Und es macht keinen Sinn<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Da hast Du recht. Gehen wir mal davon aus, dass wir langsam angekommen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Wo?<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: In Werningerode.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Ich dachte, wir wollten nach Betlehem.<br>Pause<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Maria legt sich da hinten in die Ecke, weil sie auf einmal Wehen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Uuh, aah.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Darf man eigentlich die Maria erschlagen?<br>ALBERT: Nein. Und Scheidung ist auch nicht drin.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Ganz schon dreckig hier im Stall.<\/p>\n\n\n\n<p>f\u00e4ngt an zu Putzen<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Maria hat doch nicht im Stall geputzt. Die war hochschwanger.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Klar, 30 Meilen am Tag, aber Putzen kann sie nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Du kriegst gleich einen Sohn.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Und wenn es ein M\u00e4dchen ist?<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Dann m\u00fcsste Maria Magdalena lesbisch sein.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Wenn Jesus nicht weiblich ist, dann wenigstens Gott<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Aha, Gott ist lesbisch.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Wieso?<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Wegen Maria. Und wie geht das mit dem Jesus Kind?<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Adoption, Samenspende durch den heiligen Geist<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Warum hat Gott auf Bildern dann einen verdammt langen Damenbart?<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Au\u00dferdem d\u00fcrfte er dann nicht zu Steinigungen. Jetzt komm endlich nieder.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Uh, ah.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Und du hau endlich ab.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Wieso?<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Weil es nicht hei\u00dft: Maria und Josef bekamen ein Kind und daneben stand jemand und gab Kommentare ab.<br>ALBERT geht<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Uh, ah.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Und so weiter. Und da kam der holde Knabe&#8230; Mist, jetzt brauchen wir den Albert doch. Komm mal zur\u00fcck!<br>ALBERT kommt wieder und klopft an die T\u00fcr des Stalls<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Das Christkind klopft doch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Ich bin ja auch nicht das Christkind.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Wer bist Du dann? Die K\u00f6nige kommen erst nach der Geburt.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Guck doch mal.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH&nbsp; geht hin, ALBERT klopft noch mal.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Ja?<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Herr Josef?<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Ich bin vom Tel Aviv Pizzabringdienst. Hier ist die 34, die 45 und die 13 ohne Anchovis aber mit Extrak\u00e4se.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Es gibt zu der Zeit keine Pizza<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Irgendwas m\u00fcssen die doch gegessen haben<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: K\u00e4se und Salami zusammen ist nicht koscher<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Dann ess ich die Pizza doch alleine.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Du gehst jetzt dar\u00fcber und spielst das Christkind.<br>ALBERT geht r\u00fcber, CHRISTOPH hinterher<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Mach die T\u00fcr zu, es ist kalt, Schatz.<br>CHRISTOPH noch mal zur \u201eT\u00fcr\u201c, macht die T\u00fcr zu<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Bu\u00e4h<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Mein Junge!<br>CHRISTOPH geht n\u00e4her, stutzt<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Jesus hat nicht in der Krippe Pizza gegessen<\/p>\n\n\n\n<p>reisst ALBERT die Pizza weg<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Wir werden aber sp\u00e4ter auch einen Generationenkonflikt kriegen, dass sag ich dir!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Alle an der Krippe.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM+CHRISTOPH: Wie niedlich. Ganz wie der Vater. usw.<br>Das geht einige Zeit so<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Und jetzt?<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Jetzt kommen die K\u00f6nige.<br>Blicken sich um<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Kommen schon ein wenig sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Na ja, ist ja keiner da sonst.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Aber wir werden ja doch gebraucht.<br>Schweigen<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Maria, ich muss mal nullern gehen<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Ist gut Josef<br>Josef geht pinkeln<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT steht auch auf<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Ein Wunder. Mein Bub kann schon laufen.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Ich mach jetzt mit bei den K\u00f6nigen<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Aber das Christkind<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Dann \u00fcberleg dir was<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Was soll ich mir \u00fcberlegen?<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Nehm ne Puppe oder schick es auf ein Internat in Halberstadt<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Ne Puppe habe ich aber nicht<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT und CHRISTOPH klopfen. Maria zur T\u00fcr<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Wir sind die heiligen drei K\u00f6nige<br>Maria guckt die beiden an, die beiden gucken sich verlegen an<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Ihr habt aber nicht an Weihrauch geschn\u00fcffelt, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Kaspar parkt noch die Kamele<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Na gut, dann kommt mal rein, wenn ihr eh schon da seid. Ihr seid aber ganz sch\u00f6n sp\u00e4t<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Ja, wir haben ein Navi benutzt.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Wir sind gekommen um den Heiland zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Der ist nicht da.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT+CHRISTOPH: Was<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM(zu ALBERT): Den hast Du doch vorhin nach Halberstadt geschickt.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Das ist gar nicht dumm. Das ist dann bestimmt ein Elitegymnasium.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Nein, Gesamtschule. Jesus war immer f\u00fcr \u201eAlle f\u00fcr einen, einer f\u00fcr alle.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Hauptsache, Jesus versagt nicht beim PISA-Test.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Wie geht es eigentlich weiter?<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Die K\u00f6nige geben ihre Gaben.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Welche Gaben?<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Gold, Weihrauch und Myrrhe.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Gold? Dann mal her damit!<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Das Gold hat der Kaspar.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Der parkt noch immer das Kamel.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Ich frage mich, ob der uns gelinkt hat und mit dem Gold durchgebrannt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Aber der Christoph hat bestimmt Weihrauch.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Ne, aber Ich h\u00e4tt\u2019 hier noch ein bisschen Gras&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Ich habe auch keine Myrrhe dabei. Nur diesen Mistelzweig.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Ein Mistelzweig. Zu Christoph: Wir m\u00fcssen uns k\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Stimmt. Das ist Tradition.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM und CHRISTOPH schauen sich an.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Na ja, vielleicht doch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Ich k\u00fcss dich nicht. Du hast Knoblauch gegessen, Josef.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Ich bin der Hirte.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Dann kann ich dich eh nicht k\u00fcssen, was w\u00fcrde Josef dazu sagen&#8230; Was bedeutet eigentlich Tradition?<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Tradition bezeichnet die Weitergabe von Handlungsmustern, \u00dcberzeugungen und Glaubenvorstellungen.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Ach&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH:\n Anders gesagt: Tradition ist, wenn man es schon immer so gehabt hat. \nMan braucht es nicht, man hat sich daran gew\u00f6hnt.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Wie K\u00fcssen unter dem Mistelzweig.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Streitereien am Weihnachtsbaum.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Der Papst.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Weihnachtsst\u00fccke.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Du brauchst aber auch ein bisschen Nachhilfe im Weihnachtlichen.<\/p>\n\n\n\n<p>tuschelt mit Bertram. Beide werfen sich Bettt\u00fccher \u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Eberneezer, wir sind die Geister von Weihnacht.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Zu zweit?<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Den Geist der vergangenen Weihnacht gibt es bei Jesus Geburt eh noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Dann seid ihr die Geister der heutigen und der zuk\u00fcnftigen Weihnacht.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT:\n Nein, wir sind die anderen Geister der Weihnacht. Ich bin der Geist des\n hektischen Umtausches der Weihnachtsgeschenke am 27. Dezember.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Und ich bin der Geist des Klopapiers, das immer an Heiligabend alle wird.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Beide werfen die Decken weg.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Wenn wir da irgendwie noch rauskommen wollen, brauchen wir jetzt himmlichen Beistand.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT wickelt sich in die Decke ein.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: F\u00fcrchtet euch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Warum sollen wir uns vor jemandem f\u00fcrchten, der sich in Bettlaken einwickelt?<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT:\n Maria, dies ist ein gro\u00dfer Tag. Nicht nur, dass jemand Josef von der \nB\u00fchne st\u00fcrzen wird, wenn er nicht endlich ruhig ist \u2013 heute ist etwas \nwundersames und einzigartiges geschehen.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Ja?<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Geboren wurde der Heiland in einem Stall in Betlehem.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Das ist komisch. Mein Sohn ist auch in einem Stall in Betlehem geboren. Er ist jetzt auf dem Internat.<\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Maria, dein Sohn wird der wichtigste Mensch der Welt sein.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: Mein Bub wird wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Ja, er wird eine weltweit operierende Firma gr\u00fcnden. Aber der n\u00e4chste CEO wird die Firma dann nach Rom verfrachten.<\/p>\n\n\n\n<p>BERTRAM: CEO?<\/p>\n\n\n\n<p>CHRISTOPH: Church Executive Officer. Der Boss halt. Sp\u00e4ter dann Papst genannt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>ALBERT: Wenn man mit euch spielt, fragt man sich, wie diese Religion 2000 Jahre \u00fcberdauert hat.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>to be continued (oder besser nicht) <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2007 spielt die stark christlich orientierte Spielschar \u201ePalmwedel\u201c die Weihnachtsgeschichte. Sie benutzen daf\u00fcr die Version eines unbekannten Autors f\u00fcr 2 Herren und 1 Dame. Dummerweise sind sie allerdings alle m\u00e4nnlich. Wir blenden uns in die Diskussion ein. ALBERT: \u201eDu spielst jetzt die Frau\u201c BERTRAM: \u201eWarum?\u201c ALBERT: \u201eWeil das hier steht.\u201c BERTRAM: \u201eIch will &hellip; <a href=\"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/2007\/12\/26\/das-weihnachtsstueck-fragment-von-carsten-thurau\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDas Weihnachtsst\u00fcck (Fragment von Carsten Thurau )\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-193","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weihnachten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/193","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=193"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/193\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":194,"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/193\/revisions\/194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=193"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=193"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=193"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}