{"id":660,"date":"2003-02-06T15:00:00","date_gmt":"2003-02-06T15:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.palandun.de\/?p=660"},"modified":"2020-03-08T07:28:27","modified_gmt":"2020-03-08T07:28:27","slug":"von-atlantis-ost-zur-schatzinsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/2003\/02\/06\/von-atlantis-ost-zur-schatzinsel\/","title":{"rendered":"Stern von Allerland 6: Von Atlantis-Ost zur Schatzinsel"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\nBericht des Lothar von Wolfengrund, Steuermann<\/h2>\n\n\n\n<p>\nNach dem Untergang von Atlantis-Ost machten wir uns weiter auf den Weg\nvon Allerland nach Aturien. Ich mu\u00dfte zu diesem Zeitpunkt zugeben,\nda\u00df der Untergang der nie auf einer Karte verzeichneten Insel meine\nKarten durcheinander gebracht hatte. Da ich unter einer leichten \u00dcbelkeit\nlitt &#8211; seit unserer Abfahrt vor ungef\u00e4hr 6 Monaten &#8211; zeigte unser\nKapit\u00e4n tiefstes Verst\u00e4ndnis.\n<\/p>\n\n\n\n<p>In der Nacht passierte etwas, das ich nie f\u00fcr m\u00f6glich gehalten\nhatte. Ich tr\u00e4umte. Dazu mu\u00df ich sagen, da\u00df ich in den\nletzten 6 Monaten &#8211; also ungef\u00e4hr seit unserer Abreise, wenn ich genau\n\u00fcberlege &#8211; Schwierigkeiten hatte zu schlafen. Genauer gesagt hatte\nich eigentlich nicht geschlafen, seitdem ich unter \u00dcbelkeit litt.\nEinher mit der \u00dcbelkeit ging nur ein leichtes immerw\u00e4hrendes\nD\u00f6sen, aber kein Schlafen. Doch aus irgendwem Grund tr\u00e4umte ich.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Der Traum war sehr merkw\u00fcrdig.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Mir erschien ein alter Seeb\u00e4r mit dem Namen \u201eAltes Weichei Winselbirne\u201c.\nEr war ein Thaskarer, der schon bald aus dieser Geschichte verschwand.\nWobei mir nicht bewu\u00dft ist, woher ich diesen Namen wu\u00dfte. Er\nerz\u00e4hlte mir, da\u00df wir 3 Tage in Richtung der Sonne segeln sollten.\nDann w\u00fcrden wir seine Schatzinsel erreichen.&nbsp; Er wollte mir auch\nnoch einen Witz \u00fcber den alten Allerl\u00e4ndischen K\u00f6nig erz\u00e4hlen,\ndoch da sah ich, wie ein gr\u00fcner Elefant plattgewalzt und gestrichen\nwurde.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant wurde der Traum erst, als ich am n\u00e4chsten Tag den anderen\ndavon erz\u00e4hlte. Komisch, normalerweise rede ich nicht \u00fcber meine\nTr\u00e4ume. Aber da kam das Staunen: auch der Kapit\u00e4n und der 1.\nMaat, der leicht nach Alkohol roch, hatten diesen Traum gehabt! Und auch\nModder-Kram, der sich mal wieder um den K\u00fcchendienst dr\u00fcckte,\nsagte, da\u00df er etwas \u00e4hnliches getr\u00e4umt hatte.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Da beschlossen wir, nach den Anweisungen zu fahren. Dies war etwas schwierig,\ndenn die Sonne bewegte sich. Aber nach drei Tagen kamen wir wirklich an\neine Insel. Vorher aber hatten wir noch eine merkw\u00fcrdige Begegnung.\nEin gro\u00dfes Tier im Wasser verteilte Urkunden an alle, die sie haben\nwollten, und auch an alle, die sie nicht haben wollten. Keiner von uns\nkannte das Tier.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Wir lie\u00dfen uns auf der Insel absetzen. Wir, da\u00df war Hilmar\nvon Leuenstein, unser Kapit\u00e4n; Trunkbold von Ebernfels, unser Maat;\nAlrich von Schwanental, unser Zahlmeister; und Eckehart von Schwarzeneck,\nunser Priester. Na gut, neben mir war auch Klobanius, der Schiffsjunge,\nnoch dabei.\n<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend wir uns noch fragten, wie wir nun auf der gro\u00dfen\nInsel einen Schatz finden sollten, kam jemand, der an einem Baum gestanden\nhatte, auf uns zu. Und was war das f\u00fcr jemand. Nicht nur, da\u00df\ner sehr merkw\u00fcrdige, enge Kleidung trug; nein, er hatte auch noch\nOhren, die so spitz waren wie ein Rasiermesser, das nach S\u00fcden zeigt:\nein Elf! Er stellte sich als Herr Spuck vor, Ritter des Aals und Technomagier.\nVerwundert waren wir ob des Grundes, weswegen er auf der Insel war. Er\nwar schon seit gestern da, allerdings h\u00e4tte er gewu\u00dft, da\u00df\nes ja erst heute losgehen sollte. Schlie\u00dflich h\u00e4tte er das Datum,\nimmerhin vom heutigen Freitag bis zum Sonntag, vom Wer, wann, wo-Service\nerhalten. Dann sprach er ein Dankgebet an Thilo, den Gott des Wissens.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Wir waren sehr erstaunt, und erz\u00e4hlten ihn von unserem Traum und\nunserer Begegnung. Zum Traum meinte er, da\u00df er doch sicherlich sp\u00e4ter\nnoch n\u00fctzlich werden k\u00f6nnte. Das Tier kannte er. Erst fragte\ner nach, ob das Tier gro\u00dfartig aufgeplustert war. Als wir das bejahten,\nmeinte er, es m\u00fcsse wohl Walzeit gewesen sein. Es war ein gro\u00dfes\nTier, da\u00df sehr klein wird, wenn man die Luft rausl\u00e4\u00dft,\nmeinte er.\n<\/p>\n\n\n\n<p>So begannen wir zu abenteurern, und wir erlebten viele spannende und\ninteressante Sachen, an die ich mich nicht zu erinnern mag, denn meistens\nbeh\u00e4lt man nur wenig von Wochenenden, an denen viel geschieht.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Zweimal wurden wir von wild gewordenen Einheimischen beinahe erlegt\nund gegessen, und einmal h\u00e4tten wir den Vulkanausbruch nicht erlebt,\ndoch Herr Spuck blieb immer emotionslos gl\u00fccklich. So erschlug er\nauch beim dritten Angriff die Eingeborenen, und er tat dieses mit dem letzten,\nobwohl er aus vielen Wunden blutete. Doch er sagte: als spielender Charakter\nsterbe ich nicht, und da schlossen sich die Wunden und dies war ein gro\u00dfes\nWunder.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurden Stimmen laut, ob Herr Spuck vielleicht ein Hexer w\u00e4re,\ndoch unseren Priester Eckehart von Schwarzeneck interessierte dieses nicht.\nEr fragte sich eher, warum die interessanten Geschehnisse immer am Wochenende\npassieren mu\u00dften, obwohl man am Sonntag doch ruhen sollte. Da beruhigte\nihn Herr Spuck, er sprach: \u201eF\u00fcr gew\u00f6hnlich sind die Dinge bis\nsp\u00e4testens zur Mitte der Nacht zwischen Samstag und Sonntag geschehen.\u201c\n<\/p>\n\n\n\n<p>Am Nachmittag wurden wir von wilden gr\u00fcngesichtigen Wesen angegriffen,\nund sie k\u00e4mpften uns alle zu Boden, denn sie waren dreimal so viele\nwie wir, und sogar Herr Spuck konnte zu Boden geworfen werden. Jedoch erst,\nnachdem er einen schweren Schlag an den Kopf bekommen hatte. Er br\u00fcllte\ndie ganze Zeit: \u201eDas gilt nicht, das gilt nicht.\u201c Da erhoben die Gr\u00fcnlinge\nihre Messer, und sie wollten uns die Schlagadern aufschlitzen, vom Hals\nund von wo auch immer. Doch ihr Anf\u00fchrer sagte: \u201eNein, wir d\u00fcrfen\nihnen den Sto\u00df des Todes nicht versetzen!\u201c Und da gingen sie, und\nwir waren gl\u00fccklich, denn Spuck heilte auch unsere Wunden.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Weg \u00fcber die Insel trafen wir zwei Herren, und diese hie\u00dfen\nMund und Raum. Sie sagten, sie w\u00fcrden uns Allerl\u00e4ndern gerne\nhelfen, doch dummerweise hatten sie genauso wie die Allerl\u00e4nder an\ndiesem Wochenende Sachen zu tun. Wir beschlossen, uns demn\u00e4chst besser\nabzustimmen, und so gingen sie weiter, und wir gingen weiter. Danach stimmten\nwir uns weiter nicht ab.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Der restliche Tag war vergleichsweise wenig aufregend. Wir trafen einen\nblaugewandeten Mann mit roten Umhang,&nbsp; der ein gro\u00dfes S auf\nseiner Brust trug. Spuck sagte, dieses sei ein Pauerspieler, doch wir sahen\nkeine Pauer, und keinem von uns war dieses Instrument gel\u00e4ufig. So\nschieden wir auch von ihm.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Doch dann kam die schlimmste aller Pr\u00fcfungen. Denn vor uns war\neine Flammenwand von mindestens zig Metern H\u00f6he, die ein Kreis bildete.\nUnd durch die Flammenwand sahen wir einen Graben voller brodelnder Fl\u00fcssigkeit,\nund als ein Frosch hineinfiel, war er nur Haut und Knochen in wenigen Sekunden.\nDa sprach Herr Spuck: \u201eDas ist der Untergang aller Froschwitze.\u201c Hinter\ndem Wassergraben stand ein Ungeheuer mit schrecklichem Gesicht, das furchtbar\naussah und m\u00e4chtig grausam. Es hatte auch einen Pullover an.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Da standen wir also vor der Flammenmauer, dem Wassergraben und dem gro\u00dfen\nMonster. Gl\u00fccklicherweise in der Reihenfolge, und wir kamen nicht\nweiter. Dahinter, da\u00df wu\u00dften wir, war der Schatz, denn ein\nSchild stand da mit der Bedeutung: \u201eHey hier Schatz.\u201c Und darunter stand\ngeschrieben: \u201e50 Sonder-EP.\u201c\n<\/p>\n\n\n\n<p>Und als wir noch r\u00e4tselten, wie um alles in der Welt wir dahinkommen\nk\u00f6nnte, und wer verdammt noch mal den Schatz dort hinbringen konnte,\nwo er denn war, da kam eine merkw\u00fcrdige, sehr imposante Gestalt, ein\nMann. Er durchschritt die Flammenmauer, er wandelte \u00fcber das Wasser,\nund mit einem Wink gehorchte ihm das Monster. Dann nahm er den Schatz an\nsich, kam wieder \u00fcber das Wasser und die Flammenmauer. Er sprach zu\nuns: \u201eHa, ihr habt den megam\u00e4chtigen, suprakalifragilistischexpialigorischen\nWas-auch-immer-Super-Waffen-Gegenstand nicht bekommen, und nun wird er\nf\u00fcr unser Land nutzbar sein, hier und f\u00fcrderhin f\u00fcr s\u00e4mtliche\nKampagnen.\u201c Dann ging er, und wir konnten ihn nicht aufhalten. Klobanius\nversuchte es, doch da wand er sich in Schmerzen, als h\u00e4tte er in drei\nMinuten 20 Kartoffeln gegessen, und dabei war die Kartoffel in Allerland\nnoch nicht entdeckt.\n<\/p>\n\n\n\n<p>So sprach Herr Spuck: \u201eUnd das war Essl Inrul, da k\u00f6nnen wir nichts\ngegen machen.\u201c\n<\/p>\n\n\n\n<p>Da pl\u00f6tzlich rief jemand: \u201eDas Festmahl ist fertig!\u201c Und mitten\nauf der Schatzinsel stand ein gro\u00dfes B\u00fcfett, und viele Leute\nkamen angelaufen und bedienten sich. Dann betranken und bea\u00dfen sie\nsich, und nahmen sich mehr als sie Essen konnten, so da\u00df die zuletzt\ngekommenen nichts mehr bekamen. Und am n\u00e4chsten Tag gingen sie, ohne\nda\u00df sie aufr\u00e4umten. Zur\u00fcck blieben ein paar Leute, die\nunausgeschlafen und \u00fcberlastet aussahen. Sie baten um Hilfe beim Aufr\u00e4umen.\nDa gingen wir dann, denn wir mu\u00dften unser Schiff bekommen.\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht des Lothar von Wolfengrund, Steuermann Nach dem Untergang von Atlantis-Ost machten wir uns weiter auf den Weg von Allerland nach Aturien. Ich mu\u00dfte zu diesem Zeitpunkt zugeben, da\u00df der Untergang der nie auf einer Karte verzeichneten Insel meine Karten durcheinander gebracht hatte. Da ich unter einer leichten \u00dcbelkeit litt &#8211; seit unserer Abfahrt vor &hellip; <a href=\"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/2003\/02\/06\/von-atlantis-ost-zur-schatzinsel\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eStern von Allerland 6: Von Atlantis-Ost zur Schatzinsel\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-660","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-satire-larp"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/660","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=660"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/660\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":788,"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/660\/revisions\/788"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=660"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=660"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.palandun.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=660"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}