Blume

Er sah, wie zwei Brüder sich erschlugen für einen Happen Brot.
Er sah, wie ein fetter Mann sich übergab, während ein dünner neben ihm zusammenbrach.
Er sah, wie aus einem Donnervogel etwas fiel, das sich in den grauen Staub des Todes verwandelte.
Er sah, wie das Feuer entstand und die Städte der Menschen verschwanden.

Da began er zu weinen,
um sein Schicksal
und das Schicksal der Menschen,
das Schicksal aller Wesen,
vernichtet von einer wesenheit
die geglaubt hatte
ihr wäre die Schöpfung

Hemmungslos war sein Schluchzen
das Weinen
das er aufgegeben hatte
wie alle anderen.

Alles Böse,
alles ihn zerfressende
das dagewesen war seit Jahrzehnten
löste er aus sich heraus.

Wie ein Strom ergoß es sich
in die zerstörte Wirklichkeit

Und reingewaschen ward er
durch die Tränen.

Und eine Träne
eine winzige Träne
so klein
so klein
als wäre sie nicht da
im Vergleich mit den Ozeanen
eine winzige Träne
traf die verdorrte Ebene

Inmitten der Ebene
wuchs eine Blume
blüte eine Blume auf
die Blume der Hoffnung.

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