Impfungshäufigkeit

Zu viel Facebook gelesen.

„Seid ihr noch alle dicht? Ich muss mich bald wohl alle 3 Monate impfen lassen?“

„Eine Impfung ist dafür, jemand immun gegen etwas zu machen. Das macht die Corona-Impfung nicht, deswegen ist sie schlecht.“

Es gibt interessante Annahmen über „Wie etwas zu sein hat.“

Zunächst mal: eine Impfung ist erstmal wie jedes andere Medikament. Und die haben Nachteile. Selbst Medikamente, die man für harmlos hält – es sterben Menschen wegen der Einnahme von Schmerzmitteln wie Ibuprofen. Die Pille hat heftige Nebenwirkungen – bis zum Tod.

Die Idee eines jeden Medikamentes ist, dass die positive Wirkung weitaus größer und/oder wahrscheinlicher ist als die negative.

Die Impfung muss also nicht perfekt sein, um eine gute Impfung zu sein. Es gibt glaube ich keine einzige, die 100% wirkt… und keine mir bekannte, die nicht Nebenwirkungen verursachen kann. Mal abgesehen davon, dass selbst Placebo-Impfungen Nebenwirkungen aufzeigen…

Ein/e Verwandte(r) von mir muss wegen Krebs ungefähr in den gleichen Abständen sich untersuchen lassen. Hin und wieder wird es dann heftiger – OP, Therapie, …

Ein weitere(r) Verwandte(r) muss 3 mal in der Woche zur Dialyse. Kostet 5 Stunden mit Anfahrt. Die Adern sind nicht glücklich, sieht man auch. Und jede Dialyse kostet Kraft.

Überlegungen, wie groß die Vorteile der Impfungen sind und wie groß die Nachteile, und vor allem wie groß die Relation dazwischen, kann ich verstehen und finde ich gut.

Beschwerden über „wir müssen alle 3 Monate, das an sich ist schlimm“ sind für mich schwer nachzuvollziehen.